Von interreligiösen Beziehungen & Politischen Freundschaften – Silke Radosh-Hinder

Am Beispiel der Drei-Religionen-Kindertagesstätte in Berlin untersucht Silke Radosh-Hinder in einer Langzeit-Einzelfallstudie, wie die jüdischen, muslimischen und christlichen Akteure der Initiative kommunikativ miteinander umgehen. Im Praxislabor VIII stellt sie ihre wichtigsten Erfahrungen und Forschungsergebnisse ihrer erst kürzlich veröffentlichte Dissertation vor. 

Im Fokus des Praxislabors steht vor allem ihre Erkenntnis, dass sich in der interreligiösen Initiative ein enges und stabiles Beziehungsgewebe entwickelt.  In Anlehnung an Hanna Arendt bezeichnet sie es als politische Freundschaft. Charakteristisch für diese Freundschaft sind Lachen, Geselligkeit, Alltagskommunikation, das Verhandeln religiöser Inhalte und die Etablierung von Entscheidungsstrukturen.

Nach dem Input laden wir zur gemeinsamen Diskussion ein. Mögliche Fragen sind: 

  • Welche Rolle spielen die dargestellten Kategorien im eignen trans- und interreligiösen Engagement?
  • Was können wir aus den Forschungsergebnissen für die politische Bildung in transreligiösen Netzwerken lernen?
  • Wann und in welcher Form kommen Konflikte in der politischen Freundschaft zum Tragen?

Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion.