Demokratie, Religion und Vielfaltsdiskurse – ein Spannungsverhältnis?!

Für uns ist Religion kein Hindernis für Demokratie. Verschiedene religiöse Prägungen und Communities haben das Leben in diesem Land geformt und tun dies auch weiterhin. Das Projekt fragt deshalb auch: Wie steht die Gesellschaft zu religiösen Werten, Haltungen und Handlungen? Aber auch: Wie wird Demokratie innerhalb von religiösen Communities gelebt? 

Ziel ist es, neue Ideen und Konzepte gemeinsam mit interreligiösen und interkulturellen Netzwerken zu entwickeln und zu vertiefen. Auch Bildungsmaterial soll in der Zusammenarbeit entstehen. Damit wollen wir Wissens- und Handlungsgrundlagen für Aushandlungsprozesse im Verhältnis von Demokratie und Religion mitgestalten.

Praxislabore sind die Knotenpunkte des Projektes, in denen die vier Arbeitsbereiche I.) Analyse, II.) Diskurs, III.) Entwicklung von Konzepten und Materialien der politischen Bildung und IV.) Netzwerkarbeit zusammenfließen.

Was machen wir konkret?

  • Wir setzen uns mit verschiedenen Themen, wie Säkularität, Solidarität(en) oder Bildung in inter- und transreligiösen Netzwerken, auseinander. Die in diesen Analysen gewonnenen Erkenntnisse stellen wir zu Diskussion und werfen neue Fragestellungen auf.
  • In unseren Veranstaltungen (Fachaustauschen, Thementagen oder Workshops) versuchen wir mit Praktiker*innen, Engagierten aus religiösen Communities und in interreligiösen Netzwerken gemeinsam zu diskutieren und zu denken. Die Ergebnisse fließen dann in unser Praxislabor, in dem wir in einer kleinen Gruppe aus Expert*innen aus politischer Bildung, Wissenschaft und interreligiösem Dialog multiple Themen und Sichtweisen aufnehmen und weiterentwickeln. 
  • Die gewonnenen Erkenntnisse sowie die Themen und Fragestellungen der Debatten sollen dann in die Weiterentwicklung von existierenden Bildungsmaterialien fließen bzw. können daraus neue innovative Konzepte der politischen Bildung entstehen.
  • Über das Praxislabor, die verschiedenen Veranstaltungsformate und Fachgruppen sollen diese Ansätze dann wiederum in breite interkulturelle und interreligiöse Netzwerke zurück fließen. Diese Ergebnisse werden wiederum analysiert und zur Diskussion gestellt.

Wir entwickeln, erproben und bewerten mit unserem Netzwerk Workshops und experimentelle Bildungszugänge und publizieren Working Paper und innovative zielgruppenorientierte Bildungsmaterialien.

DeReV ist ein Projekt von Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung gGmbH.

Das Team

Wir sind Tanja, Elif und Anni und haben Politik, Erziehungswissenschaft, Anglistik, Gender Studies, Amerikanistik, Sozial- & Kulturanthropologie, Geschichte, Soziale Arbeit, Islamische Religionspädagogik & Business Management studiert.

Wir sind jüdisch, muslimisch, katholisch, protestantisch & säkular sozialisiert und sprechen fließend: Wienerisch, Englisch, Spanisch, Berlinerisch, Türkisch, Altmärkisch, Hocharabisch, Pöttisch, Alltagsarabisch & Hochdeutsch. Und gebrochen: Italienisch, Hebräisch, Ägyptisch, Plattdeutsch & Französisch.

Wir engagieren uns in jüdisch-feministischen Netzwerken, im Empowerment für Frauen durch Kickboxing, in der Geflüchtetenarbeit, bei Fridays for Future, der Seebrücke, in Netzwerken für eine rassismuskritische Bildung, im jüdisch-muslimischen Dialog & gegen Rechts.

Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung 

Minor wird von einem interdisziplinären und interkulturellen Team getragen. Vielfältig, engagiert und wissenschaftlich fundiert arbeiten wir mit und für gesellschaftlich marginalisierte Gruppen. Wir sind bundesweit und transnational aktiv in der Forschung, Programm- und Projektberatung, Weiterbildung, Netzwerkarbeit und Modellprojektentwicklung.

Thematisch decken wir ein breites Spektrum gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Fragestellungen ab, das u. a. viele Aspekte der Migration, der Förderung von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt sowie der Integration und Inklusion in Bildung und Arbeit umfasst.